Monschau Marathon geht auch ohne Startnummer

Eigentlich sollte am heutigen Sonntag der Monschau Marathon stattfinden, doch auch dieses Großereignis fiel dem aktuellen Infektionsgeschehen zum Opfer und war aus diesem Grund schon vor Wochen abgesagt worden. Allerdings hatten die Veranstalter dem geneigten Marathonläufer ein Hintertürchen offen gelassen: jeder, der die Originalstrecke absolviert und dies per GPS-Aufzeichnung nachweist, kommt in die offizielle Ergebnisliste des MoMa 2020, auch wenn der nicht im üblichen Rahmen stattgefunden hat.

Sowas lässt sich ein passionierter Marathoni wie der Hahner Manfred Plum natürlich nicht zweimal sagen und so trommelte er im Kreise des Lauftreffs so laut, dass am vergangenen Sonntag ein MoMa im internen Kreis unserer Hahner Laufgruppe durchgeführt werden konnte. Manni selbst wollte natürlich die komplette 42,195 km lange Strecke absolvieren und ihm tat es Christopher Helmes gleich, der sporadisch mit den Hahner Läufern unterwegs ist und nun endlich sein Marathon-Debut geben wollte. Aber auch viele andere, die „nur“ eine, zwei oder drei Teilstrecken der hammerharten Originalstrecke laufen wollten, hatten sich am Sonntagmorgen Richtung Eifel aufgemacht. Am Ende waren 20 Hahner rund um Monschau unterwegs und jeder von ihnen konnte etwas zu diesem Team-Event beitragen – vor allem natürlich die Marathon-Cracks anfeuern und ihnen die Laufzeit so kurz und angenehm wie möglich machen. Dass das gut gelang, zeigten schließlich die Marathonzeiten, die deutlich besser waren als man vor dem Lauf erwartet hatte. Auch das gute und vor einer Woche noch angenehm kühle Wetter hatte dazu seinen Beitrag geleistet – man wagt kaum daran zu denken, wie mörderisch der MoMa bei den heutigen Temperaturen geworden wäre.

Beim „Hahner MoMa“ stand vor allem der Spaßfaktor im Vordergrund und der war bei allen Teilnehmern deutlich höher als die kraftraubenden Eifelberge rund um Monschau. So gab es für unsere Hahner Läufer doch noch einen Monschau Marathon in diesem Jahr.

Die weitere Saisonplanung ist dagegen noch sehr ungewiss – sie hängt vor allem von der Weiterentwicklung des Corona-Geschehens ab, denn größere Laufveranstaltungen finden vorerst kaum statt. Vielleicht klappt es ja mit dem ATG-Winterlauf kurz vor Weihnachten – das wäre zumindest ein versöhnlicher Abschluss eines mehr oder weniger ausgefallenen Lauf-Jahres.


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